#Digitaler Fortschritt, 

#Digitale Evolution

Der digitale Fortschritt und Wandel ist unaufhaltbar. Jeder möchte Anteil haben und eben nicht durch verpasste Chancen den Anschluss verlieren. Ob Unternehmen oder Konsumenten. Die einen wollen ihre Angebote und ihren Workflow damit optimieren, die anderen wollen diese neuen Produkte, die als unverzichtbar angeboten werden, haben, um dazuzugehören.

Aber es geht nicht nur darum Angebote und Abläufe zu optimieren. Unternehmen müssen sich an die gestiegenen Anforderungen der Kunden anpassen. Viele durch digitale Angebote ermöglichte Services sind zur Selbstverständlichkeit geworden. Zum Beispiel das buchen von Terminen über eine App, Onlinehandel mit optimiertem Preisvergleich auf überregionalen Portalen mit hoher Sortimentstiefe und Erfahrungsberichte von Konsumenten zur Kaufberatung. Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Oft wird ein Produkt mit dem Wort „Digital“ versehen und als digital, innovativ gestempelt, um es dem Konsumenten schmackhaft zu machen. Analoge Produkte werden meist in einem digitalen Kontext angeboten.

Für Unternehmen wird es aber über die Zeit sicher immer schwieriger werden dieses Verkaufsargument als erfolgreiche Verkaufsstrategie einzusetzen. Die Verkaufsstrategie und Argumentation, beinhaltet eine gnadenlose Optimierung von Preis-Leistung und eine starke Marke, um sich gegen die Vielzahl der Angebote durchsetzen zu können.

Für die meisten Firmen ist es wichtig sich als modern, innovativ nach außen hin zu präsentieren. Besonders jüngere Konsumenten fühlen sich natürlich davon angesprochen.

Modern und innovativ ist man aber wirklich nur dann, wenn man sich nicht nur nach außen hin als solches präsentiert. Jüngere Konsumenten haben vielfach diesbezüglich ein höheres Maß an Sensibilisierung entwickelt.

Soweit die Verkaufsstrategie eines Unternehmens nicht gerade in ihrer beständigen alteingesessenen Struktur besteht, sollte natürlich jede Firma daran interessiert sein sich den neuen Marktgegebenheiten anzupassen. Auch ein alteingesessenes Geschäftsmodell kann heutzutage noch funktionieren. Fragt sich nur wie lange noch und auf welcher Grundlage ein solches Geschäftsmodell die speziellen Kundenbedürfnisse erkennt und befriedigt. Das Interesse hängt sehr stark davon ab in wie weit ein Unternehmen gewillt ist sich von eingesessenen Strukturen zu befreien und manchmal radikale Lösungen anzustreben.

Die Bereitschaft zur Veränderung ist aber heutzutage Grundlage einer modernen Unternehmung.

Die Herausforderungen und Möglichkeiten für Geschäftsführer
Eine Bereitschaft zur Veränderung sollte in jedem Unternehmen bestehen.

• Man sollte grundlegend den Markt beobachten.

• Seinen „Ist Stand“ im Bereich „Digitalisierung“ im Unternehmen analysieren.

• Adäquate Innovationsmethoden aufnehmen und falls interessant einführen.

• Organisation und Prozesse ins digitale anpassen.

Dieser Digitalisierungsprozess kann sich auf viele Bereiche in der Firma beziehen.

Kundenfeedback, Produktherstellung, Entwicklung, Automation, Einsatz von künstlicher Intelligenz, Werbung, Vermarktung, Kommunikation intern und extern, Software, Logistik, Organisation, Infrastruktur, Tools, Mobile Geräte, Homeoffice, BYOD, CDO, IT, Hilfsmittel, CRM,

Doch wie viel „Digital“ braucht ein Unternehmen?

Eine allgemein geltende Antwort wird es hier sicher nicht geben. Jede Firma wird ihre eigene Struktur haben und über die mit dieser Thematik umgehen müssen.

Unternehmen kann man in folgende Gruppen aufteilen:

• Firmen, die noch kaum Kontakt mit der Digitalisierung haben.

• Firmen, die in manchen Bereichen schon Digitalisierung eingebunden haben.

• Firmen, die glauben ohne Digitalisierung auszukommen.

• Firmen, die digitale Produkte herstellen.

• Firmen, die schon in vielen Bereichen die Digitalisierung durchgeführt haben.

• Firmen, die diesbezüglich Vorreiter sind und die Digitalisierung als grundlegendes Vermarktungsargument sehen.

In welche dieser Gruppen ein Unternehmen gehört, kann man durch folgende Parameter sehr schnell feststellen:

• Mein Unternehmen produziert keine digitalen Produkte, Software und dergleichen und/oder seine Präsenz, oder die Grundlage des Verkaufskonzeptes beruht nicht auf digitalen Systemen.

• Mein Unternehmen produziert digitale Produkte, Software und dergleichen und/oder seine Präsenz, oder die Grundlage des Verkaufskonzeptes beruht auf digitalen Systemen.

• Mein Unternehmen lebt vom direkten Kundenkontakt.

• Mein Unternehmen benötigt eine Logistik um seine Produktionen zu verwalten.

• Mein Unternehmen benötigt ein Warenwirtschaftssystem.

In folgenden Bereichen fehlt oder ist schon eine Digitalisierung vorangeschritten:

Produktion, Management, Logistik, Marketing

Da die digitalen Technologien, Systeme so komplex geworden sind, wird es nicht ausreichen eine IT Abteilung zu haben, die die Wartung, Einrichtung und Bedienung dieser übernehmen. So ist es auch eine Frage der Firmenstruktur sich der digitalen Evolution anzupassen. Angestellte in Abteilungen, die bis jetzt wenig mit diesen Bereichen zu tun hatten, sollten ihr Arbeitsfeld dementsprechend anpassen. Über kurz oder lang könnte hier sonst ein „Babel“ ähnliches Konstrukt entstehen. Jeder versteht nur was seinen Bereich betrifft. Keiner versteht den anderen mehr. Aber dies ist eigentlich schon voll im Gange. Es wird Zeit durch Umdenken dieser Fehlentwicklung entgegen zu treten.

Leider wird schon in der Hierarchie der meisten Firmen dies erlebt. Da weiß der eine Teil der Firma meistens nicht viel darüber was in den Köpfen der Anderen vor sich geht, welche Themen diese beschäftigen, welche Probleme diese haben und was diese da überhaupt machen. Dies gilt natürlich auch für die Geschäftsleitung und das Management.
Aber dieses Problem besteht nicht erst seit der Einführung der Digitalisierung, sondern war schon vorher bei vielen Firmen vorhanden.

Deshalb kann hier die Digitalisierung nur bedingt weiterhelfen. Aber die Einführung neuer Tools kann ja schon ein Anreiz sein auch die Kommunikation diesbezüglich zu erhöhen, und zu verbessern!

Um auch auf die einzelnen Typen von Angestellten einzugehen stellen sich folgende Fragen:

• Ist ein alter Angestellter wirklich in digitalen Themen immer noch einem Jungen unterlegen?

• Ist die Effizienz eines Angestellten von seinem digitalen Verständnis abhängig?

• Ist es wichtig als Geschäftsleitung auch die von seinem Unternehmen verwendeten digitalen Technologien nicht nur zu kennen, sondern auch zu verstehen?

Wäre es nicht hilfreich und klug als Geschäftsleitung bei diesen Fragen und ihren Antworten sich seinen Angestellten gegenüber zu öffnen und diese am Entscheidungsprozess teilhaben zu lassen?

Es sollen 67% der heutigen Arbeitsplätze in ca 30 Jahren durch Digitalsysteme (Roboter, KI) ersetzt werden. Über die Hälfte der Arbeitnehmer glauben kulturelle Probleme halten die Digitalisierung auf. Immer noch fast 50% halten veraltete IT Systeme und um die 40% fehlende digitale Tools oder fehlende Visionen der Unternehmensleitung als Grund.

Gesamt gesehen steht einer diesem Thema offen gegenüberstehenden Geschäftsleitung einiges an Möglichkeiten zur Verfügung.

• Arbeit kann nun von jedem Platz zu jeder Zeit an jedem Ort verrichtet werden.

• Informationen können in Sekundenschnelle von A nach B gebracht werden.

• Die Optimierung von Systemen kann durch genaueste Auswertung, Beobachtung und Anpassung beschleunigt werden.

• Durch digitale Tools können Fehler frühzeitig entdeckt werden.

• Die Kommunikation kann durch digitale Tools verbessert werden und eine Zusammenarbeit erleichtern.

• Produktionsabläufe können beobachtet, ausgewertet und optimiert werden.

• Die Automation von Produktionsabläufen und dadurch zeitlich durchgängige Nutzung erhöht die Effizienz.

• Ein „Digitales Marketing“ öffnet neue Wege.

• Ein „Crowdsourcing“ und die „Kollaboration“ mit „Startups“ kann die Firmenstruktur optimieren.

Es ist wichtig als Unternehmen den Anschluss nicht zu verpassen und vielleicht auch Vorreiter zu sein.

Alle wollen dabei sein, aber wo wird es hingehen?

Ein Digitales Mindset ist durchaus möglich. Allerdings gibt es viele Hinderungsgründe, die bestehenden Hierarchien bewusst suchen. Ein gutes plakatives Beispiel ist die Automobilindustrie. Neuer und wahrscheinlich umweltschonendere Technologien werden bewusst skeptisch und verlangsamt integriert, um das bestehende Geschäftsmodell nicht zu gefährden.

Die Vernetzung nimmt stetig zu. Themen wie der erhöhte Energieverbrauch der Digitalisierung (Bitcoin Mining) und der Schutz der Privatsphäre werden immer brisanter.

„Big Data“ betrifft inzwischen uns alle und wird nicht nur viele neue innovative Ideen schaffen, sondern der Gesellschaft auch Sorgen bereiten.

Und man sollte nicht vergessen, was das alles für die Wirtschaft bedeutet.

Der digitale Fortschritt wird uns alle vor sich hertreiben.

Wer wird den Gewinn daraus ziehen?
Und wer wird den Preis dafür zahlen?

Am Ende möchte ich hier noch anmerken, dass es vielleicht in gar nicht allzu weiter Zukunft innovativ sein wird auch mal an der „Digitalisierung“ vorbei zu denken und mit einem überlegten Rückschritt eine neue Art des Fortschritts anzugehen.
Es wäre eine Möglichkeit mit bewusster Humanisierung von Berufsfeldern, in denen mit Menschen gearbeitet wird voranzutreiben.

Welche Rolle in Zukunft Menschen bei Heilung, Bildung und Orientierungshilfe im Alltag im Gegensatz zu Maschinen spielen werden, wird sich zeigen?

Die grenzenlose Verfügbarkeit aller Informationen und Kontakte in digitalen Netzen bauen die Illusion auf, dass jeder Mensch auf sich allein gestellt, jedes Wissen in Sekunden schnelle abrufen und verwerten kann. Jeder kann sich sofort selber helfen und grenzenlos mit der gesamten Welt Kontakt haben. Die Wirkung auf den Menschen und auf die menschliche Psyche, die aus dieser Art von Leben sich entwickeln, sind schon zu erkennen und werden sich mit der Zeit immer mehr zeigen.
Es braucht wieder mehr echte reale Kontakte in der analogen Welt um Sinne anzusprechen, zu reflektieren, Nähe herzustellen, Hilfestellung zu erhalten und gemeinsam etwas zu erleben und zu erreichen.

Denn der digitale Fortschritt widerspricht sich in vielfacher Hinsicht paradoxerweise mit den Bedürfnissen des Menschen als sozialen Wesen. Die Herausforderung bei einer Virtualisierung von Beratungsprozessen ist deshalb:

Wie stelle ich Vertrauen und Resonanz über unterschiedlichste Medien vor dem Hintergrund einer immer mehr steigenden Einschränkung von Aufmerksamkeit und dem Effizienzdiktat bei der Nutzung der eigenen Lebenszeit her?

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